So schön ein Terrassendach auch ist – im Laufe der Zeit können verschiedene Probleme auftreten, welche die Optik, Funktionalität und Stabilität beeinträchtigen können. Von Undichtigkeiten über Verschmutzungen bis hin zu Materialermüdung gibt es viele Herausforderungen, die sich jedoch mit der richtigen Pflege und Wartung meistern lassen. Hier erfahren Sie, welche 5 häufigen Probleme bei Terrassendächern auftreten können und wie Sie diese effektiv lösen, um Ihre Überdachung dauerhaft in Topform zu halten.
Undichtigkeiten sind die häufigste Ursache für Probleme bei Terrassendächern. Wasser dringt durch Fugen, Schraublöcher oder beschädigte Bereiche ein. Dies stört nicht nur, sondern kann auch zu Feuchtigkeitsschäden, Schimmelbildung und langfristigen Materialschäden führen. Oft entstehen Undichtigkeiten durch alternde Dichtungen, Materialermüdung oder eine unsachgemäße Montage. Darüber hinaus kann das eindringende Wasser auch die Bausubstanz des Hauses beeinträchtigen, indem es in Wände oder angrenzende Bauteile eindringt und dort zu nicht unerheblichen Schäden führt.
Lösung:
Überprüfen Sie die Dichtungen oder Wartungsfugen regelmäßig und tauschen Sie poröse oder rissige Dichtungsmaterialien aus.
Verwenden Sie geeignete Fugendichtstoffe oder spezielle Dichtbänder, um die Fugen neu abzudichten.
Regenwasser fließt nicht richtig ab und staut sich in der Regenrinne. Dies führt dazu, dass Wasser an ungünstigen Stellen überläuft. Häufig wird dies fälschlicherweise für eine Undichtigkeit gehalten, da das Wasser keinen Abfluss findet und stattdessen durch Fugen oder Verbindungen ins Innere gelangt.
Lösung:
Reinigen Sie verstopfte Regenrinnen und Fallrohre regelmäßig, um Wasserstau und Überläufe zu vermeiden. Entfernen Sie Laub, Schmutz und Ablagerungen gründlich. Zusätzliche könnte eine weitere Entwässerung sinnvoll sein, besonders wenn die vorhandene Entwässerung bei Starkregen überlastet ist. Für Terrassendächer bis 25 m² Fläche reicht in der Regel eine Entwässerung aus. Bei größeren Flächen empfiehlt es sich, eine zusätzliche Entwässerung zu installieren, um einen reibungslosen Wasserabfluss sicherzustellen.
Kondenswasserbildung ist ein häufiges Problem bei Terrassendächern. Sie entsteht durch den Temperaturunterschied zwischen warmer Luft unter dem Dach und der kälteren Oberfläche der Dacheindeckung, insbesondere bei niedrigen Außentemperaturen. Diese Feuchtigkeit schlägt sich in Form von Wassertröpfchen nieder – ein Prozess, der als Kondensation bezeichnet wird. Mit einer guten Belüftung lässt sich dieses Problem meist effektiv vermeiden.
Lösung:
Sorgen Sie für ausreichende Belüftung und Luftzirkulation, indem Sie vorhandene Fenster oder Schiebeelemente regelmäßig öffnen.
Vermeiden Sie zusätzliche Feuchtigkeitsquellen, wie übermäßiges Gießen von Pflanzen direkt unter dem Dach, um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.
Ein häufiges, aber meist harmloses Problem bei Terrassendächern sind störende Geräusche – sehr lästig, aber in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge.
Knackgeräusche bei Stegplatten auf dem Dach
Vor allem bei großen Stegplatten aus Materialien wie Acryl oder Macrolon kann es zu Knackgeräuschen kommen, wenn sich die Platten schnell erwärmen oder abkühlen. Dies tritt häufig in den Morgenstunden bei Sonneneinstrahlung oder abends bei sinkenden Temperaturen auf. Die Ursache liegt in der starken thermischen Ausdehnung dieser Kunststoffe, die sich deutlich mehr ausdehnen und zusammenziehen als andere Konstruktionsmaterialien.
Da diese Geräusche durch die physikalischen Eigenschaften der Materialien bedingt sind, lassen sie sich technisch nicht vollständig verhindern. Sie gelten daher nicht als Mangel, sondern als natürliche Begleiterscheinung bei der Verwendung von Kunststoffstegplatten.
Knackgeräusche aus der Konstruktion
Bei größeren Terrassendach-Konstruktionen werden Aluminiumprofile häufig durch innenliegende Stahlelemente verstärkt, um die nötige Stabilität zu gewährleisten. Da Stahl sich bei Temperaturveränderungen deutlich weniger ausdehnt als Aluminium (etwa ein Drittel der Ausdehnung), kommt es bei schnellen Temperaturanstiegen, z. B. morgens bei starker Sonneneinstrahlung, zu Spannungen. Diese Spannungen führen zu leichten Verschiebungen der Stahlelemente innerhalb der Aluminiumprofile, was hörbare Knackgeräusche erzeugt.
Knackgeräusche treten nicht nur am frühen Morgen oder Abend auf. Auch während des Tages, insbesondere nach intensiver Sonneneinstrahlung im Sommer, kann es zu solchen Geräuschen kommen. Wenn ein plötzlicher Regenschauer die aufgeheizten Materialien schnell abkühlt.
Auch führen starker Wind dazu, dass sich die gesamte Konstruktion leicht bewegt und verformt. Durch diese Bewegung können sich Verbindungen und Befestigungselemente minimal verschieben und Knackgeräusche verursachen.
Zusätzlich können Bauteilverbindungen, wie bei Holzanschlüssen, als Resonanzkörper wirken und die Geräusche verstärken. Diese Knackgeräusche sind konstruktionsbedingt und lassen sich aufgrund der unterschiedlichen thermischen Eigenschaften der Materialien nicht vollständig vermeiden.
Eine Lösung, die auf Stahlverstärkungen verzichtet, wäre nur möglich durch den Einsatz größerer und tragfähigerer Aluminiumprofile oder durch eine Reduzierung der Abstände zwischen den Stützen. Dies ist jedoch aufgrund von ästhetischen und statischen Einschränkungen oft nicht umsetzbar.
Fazit:
Geräusche durch thermische Ausdehnung, Wind oder Regen sind bei Terrassendächern technisch bedingt und lassen sich oft nicht vollständig vermeiden. Mit einer sorgfältigen Materialwahl, einer professionellen Montage und regelmäßiger Wartung kann die Geräuschentwicklung jedoch deutlich reduziert werden. Wichtig ist zu verstehen, dass solche Geräusche in der Regel keinen Mangel darstellen, sondern charakteristische Eigenschaften der verwendeten Materialien sind.
Ein häufiges Problem bei Terrassendächern ist die Lockerung von Schrauben, Verbindungen oder Halterungen. Dieses Problem entsteht oft durch verschiedene Wetterbelastungen, Materialermüdung oder starke Temperaturschwankungen. Besonders im Winter, wenn Schnee auf dem Dach lastet oder bei Frost die Materialien spröde werden. Auch starker Wind und Regen tragen dazu bei, dass sich Verbindungen mit der Zeit lockern.
Lösung:
Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen alle Schrauben, Verbindungen und Halterungen auf Festigkeit und ziehen Sie lose Elemente nach.
Tauschen Sie verschlissene oder gebrochene Befestigungsteile aus, um die Stabilität der gesamten Konstruktion sicherzustellen
Nutzen Sie rostfreie und witterungsbeständige Befestigungsmaterialien wie Edelstahl oder verzinkte Schrauben, um die Lebensdauer Ihrer Terrassenüberdachung zu verlängern.
Tipp:
Beauftragen Sie eine Fachfirma mit der regelmäßigen Überprüfung und Inspektion Ihrer Konstruktion – besonders dann, wenn es Ihnen aus gesundheitlichen, körperlichen oder anderen Gründen nicht möglich ist. So stellen Sie sicher, dass Ihre Terrassenüberdachung stets stabil, sicher und in einem einwandfreiem Zustand bleibt.
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